Was kostet ein Brief?

IT-Zeitalter hin oder her, so manches Mal kommen wir um das Versenden eines Briefes oder eines Päckchens mit der Post eben doch nicht herum. Und weil das die Post ganz genau weiß, erhöht sie jedes Jahr, pünktlich zum 1.1. ihre Preise. Halt, werden Sie jetzt rufen. Die haben doch erst im Juli 2019 erhöht und stabile Preise bis Ende 2021 versprochen. Das Porto für Briefe, Postkarten, Einschreiben etc. bleibt unangetastet.

Lediglich bei den Bücher- und Warensendungen wird es jetzt ernst. Während die Post zwar seit dem 1.7. 2019 bereits ihr neues Projekt Bücher- und Warensendung in den Größen bis 500 Gramm und bis 1000 Gramm für die Kundschaft bereitstellte, akzeptierte sie offensichtlich trotzdem noch Büchersendungen und Warensendungen nach altem Muster, und zum alten Preis. Doch damit ist jetzt Schluss. (Siehe Bücher- oder Warensendung 2020).

Neues Briefporto ab 1. Juli 2019

Von der Postkarte bis hin zum Maxibrief, ab ersten Juli 2019 wird alles teurer. Die Post schlägt wieder einmal kräftig zu, um auch zukünftig "mit hoher Qualität flächendeckend eine postalische Versorgung in Deutschland sicher zu stellen." Das ist O-Ton Deutsche Post, die außerdem noch auf die faire Bezahlung ihrer hoch qualifizierten Mitarbeiter verweist.

Ob Sie nun mit diesen Aussagen der Post konform gehen oder nicht, an der geplanten Porto-Erhöhung lässt sich nicht mehr rütteln, denn sie wurde bereits von der Bundesnetzagentur genehmigt. Wer also privat oder geschäftlich Postkarten, Briefe, Waren- oder Büchersendungen im In- oder ins Ausland verschicken möchte, muss dieses Jahr wieder noch ein bisschen tiefer in die Tasche greifen.

Geplant ist eine Gültigkeit der neuen Porto-Sätze bis Ende 2021. Und weil auch die Post lernfähig ist, erhöht sie nicht nur das Porto, sondern verkleinert außerdem die zulässigen Höchstmaße für Warensendungen. Eine augenscheinliche Preissenkung erweist sich somit ebenfalls als indirekte Preiserhöhung. Aber das ist der Verbraucher ja bereits aus dem Einzelhandel gewöhnt.

Was kostet ein Brief ab Juli 2019?

Was kostet ein Brief?Ab Juli 2019 erhöht sich nicht nur das Briefporto, sondern auch die Postkarte wird teurer. Für das Versenden einer Postkarte innerhalb Deutschlands müssen Sie ab dem 1. Juli 2019 60 Cent bezahlen. Der Standardbrief mit einer Länge zwischen 14 cm und 23,5 cm, einer Breite zwischen 9 cm und 12,5 cm und einem Gewicht von maximal 20 Gramm wird nur versendet, wenn er mit einer Briefmarke für 80 Cent versehen ist.

Übrigens müssen die alten Briefmarken nicht umgetauscht werden. Sie behalten ihre Gültigkeit und können aufgebraucht werden. Für einen Standardbrief müssen Sie eine bereits vorhandene 70-Cent-Marke also lediglich mit einer 10-Cent-Marke ergänzen.

Der Kompaktbrief darf eine Länge zwischen 10 und 23,5 Zentimetern und eine Breite zwischen 7 und 12,5 Zentimetern aufweisen. Sein Gewicht kann bis zu 50 Gramm betragen. Während Sie diesen Brief bisher für 85 Cent im Inland verschicken konnten, müssen Sie ab Juli 2019 95 Cent für diese Leistung bezahlen.

Der Großbrief mit den Maßen 10 cm bis 35,3 cm in der Länge, 7 cm bis 25 cm in der Breite und einem Gewicht bis 500 Gramm erhöht sich innerhalb Deutschlands ebenfalls um 10 Cent von 1,45 Euro auf 1,55 Euro. Und für den Versand eines Maxbriefs (Länge: 10 cm bis 35,3 cm, Breite: 7 cm bis 25 cm, Gewicht: 1000 g) zahlen Sie ab Juli 2019 2,70 Euro.

Wieviel kostet ein Einschreiben ab 1.7.2019?

Auch bei den Zusatzleistungen langt die Deutsche Post ab 1.7.2019 hin. Sowohl das Einschreiben in seinen verschiedenen Varianten wird teurer, wie auch der Prio-Service, der alle Briefformate und die Postkarte bevorzugt behandelt, wahrscheinlich schneller zugestellt wird, und Ihnen eine Sendungsverfolgung online erlaubt.

Für den Prio-Service innerhalb Deutschlands müssen Sie zusätzlich zu den jeweiligen Porto-Gebühren einen Euro extra bezahlen. Das Einschreiben Einwurf verteuert sich von 2,15 Euro auf 2,20 Euro. Allerdings wird das Einschreiben Einwurf in der Regel nicht so gerne genutzt. Denn es wird, wie der Standardbrief einfach in den Briefkasten geworfen. Der Zusteller bestätigt lediglich mit seiner Unterschrift, dass er den Brief eingeworfen hat.

Wer sicher gehen möchte, dass der Empfänger den Brief auch wirklich persönlich erhält, wählt die Variante Einschreiben Eigenhändig. Bei dieser Möglichkeit muss der Adressat mit seiner Unterschrift den Erhalt der Sendung quittieren. Möchten Sie ein Einschreiben Eigenhändig versenden, kostet Sie das ab 1.7.2019 zuzüglich zum Briefporto den Basispreis des Einschreibens und nochmals 2,20 Euro extra.

Möchten Sie einen Beleg zugestellt bekommen, sobald der Empfänger Ihren Brief erhalten und mit seiner Unterschrift quittiert hat, müssen Sie sich für das Einschreiben Rückschein entscheiden. Auch diese Versandvariante erhöht sich ab Juli 2019 auf 2,20 Euro. Und auch in diesem Fall kommen zu den Extrakosten noch die normalen Gebühren für Ihren Brief und die Basiskosten für das Einschreiben hinzu.

Überblick Briefporto ab 1.7.2019:

  • Postkarte: 60 Cent
  • Standardbrief: 80 Cent
  • Kompaktbrief: 95 Cent
  • Großbrief: 1,55 Euro
  • Maxibrief: 2,70 Euro
  • Prio: + 1,00 Euro (zusätzlich zum Briefporto)
  • Einschreiben Einwurf + 2,20 Euro (zusätzlich zum Briefporto)
  • Einschreiben Eigenhändig + 2,20 Euro (zuusätzlich zum Briefporto und zum Basispreis Einschreiben)
  • Einschreiben Rückschein: + 2,20 Euro (zusätzlich zum Briefporto und zum Basispreis Einschreiben)

Die wichtigsten Preiserhöhungen für internationale Sendungen

Aber nicht nur innerhalb Deutschlands müssen Sie ab 1.7.2019 für die Leistungen der Deutschen Post tiefer in die Tasche greifen. Auch für Ihre Sendungen ins Ausland hat die Post die Preise erhöht. Während Sie für die Postkarte ins Ausland bisher mit 90 Cent dabei waren, müssen Sie für den internationalen Versand der Postkarte zukünftig 95 Cent bezahlen.

Die Kosten für den internationalen Standardbrief erhöhen sich auf 1,10 Euro. Und der Kompaktbrief kostet Sie beim Versenden ins Ausland ab dem 1.7.2019 1,70 Euro. Auch die internationalen Zusatzleistungen werden teurer. Für das Einschreiben ins Ausland zahlen Sie zukünftig das Briefporto plus 3,50 Euro extra.

Den Versand eines Wertbriefs ins Ausland berechnet Ihnen die Deutsche mit dem normalen Briefporto plus 3,50 Euro und je angefangene 100 Euro Haftungsbetrag kommen nochmals 2,00 Euro hinzu.

Und wenn Sie ein Einschreiben Eigenhändig oder ein Einschreiben mit Rückschein ins Ausland versenden wollen, müssen Sie zusätzlich zum normalen Briefpreis und dem Basispreis fürs Einschreiben mit Zusatzkosten von jeweils 2,20 Euro rechnen.

Überblick Briefporto ins Ausland ab 1.7.2019:

  • Postkarte: 95 Cent
  • Standardbrief: 1,10 Euro
  • Kompaktbrief: 1,70 Euro
  • Wertbrief: + 3,50 Euro (zusätzlich zum Briefporto und zuzüglich zu 2,00 Euro je angefangene 100 Euro Haftungsbeitrag)
  • Einschreiben: + 3,50 Euro (zusätzlich zum Briefporto)
  • Einschreiben Eigenhändig + 2,20 Euro (zuusätzlich zum Briefporto und zum Basispreis Einschreiben)
  • Einschreiben Rückschein: + 2,20 Euro (zusätzlich zum Briefporto und zum Basispreis Einschreiben)

Bücher- oder Warensendung ab 1.1.2020

Für die Bücher- und Warensendungen innerhalb Deutschlands gelten nun definitiv nur die neuen, seit 1.7.2019 bereits eingeführten Maße und Gewichtsklassen. Das heißt im Einzelnen:

Die Büchersendungen und die Warensendungen wurden zu einem gemeinsamen Begriff, nämlich den Bücher- und Warensendungen zusammengefasst. Das schlägt sich sowohl bei den Maßen und dem Gewicht, wie auch bei den Preisen nieder. Sie werden nämlich gleich behandelt. Ganz egal, ob Sie ein Buch verschicken möchten, ein T-Shirt oder eine CD. Es handelt sich um eine Bücher- und Warensendung.

Für Ihre Bücher- und Warensendung stehen Ihnen zwei Gewichtsklassen zur Verfügung. Alles, was darüber liegt, müssen Sie als Päckchen mit DHL oder einem Paketdienst Ihrer Wahl versenden. Bei der Post haben Sie die Möglichkeit eine kleine Bücher- und Warensendung aufzugeben, mit einem Gewicht bis 500 Gramm. Oder Sie entscheiden sich für die große Bücher- und Warensendung, die 1000 Gramm (= 1 Kilogramm) wiegen darf.

Die kleine Variante darf die Maße 35,3 Zentimeter in der Länge, 25 Zentimeter in der Breite und 5 Zentimeter in der Höhe nicht überschreiten. Sie kostet 1,90 Euro. Die große Bücher- und Warensendung muss mit den gleichen Maßen auskommen, darf aber das doppelte wiegen. Sie kostet 2,20 Euro. Übersteigt Ihre Bücher- und Warensendung zwar nicht das zulässige Gewicht, liegt aber nicht im Bereich der Höchstmaße (35,3 x 25 x 5), müssen Sie sie ebenfalls als Päckchen aufgeben.

Die neue Bücher- und Warensendung dürfen Sie ordentlich zukleben. Sie müssen mit einer Sendungsdauer zwischen zwei und vier Werktagen rechnen. Und sie ist weder versichert, noch gibt es eine Sendungsverfolgung.

Überblick Bücher- und Warensendungen ab 1.1.2020:

  • Bücher- und Warensendung bis 500 Gramm: 1,90 €
  • Bücher und Warensendung bis 1 Kilogramm: 2,20 €