Was kostet ein Brief?

Auch wenn der meiste Schriftverkehr heutzutage per Internet via Email abgewickelt wird, gibt es noch geschäftliche Papiere, wie zum Beispiel Verträge, die mit der Post verschickt werden müssen. Weil diese Geschäftspapiere nur auf Papier ausgedruckt und mit den entsprechenden Original-Stempeln und Unterschriften versehen, Gültigkeit haben, können sie nicht via Internet weitergeleitet werden.

Auch wer seiner Oma einen lieben Geburtstagsgruß schicken möchte, ist auf die herkömmliche Post angewiesen, da viele ältere Herrschaften keinen Computer besitzen. Deswegen ist die Frage: Was kostet ein Brief? im IT-Zeitalter noch relevant.

Neues Briefporto ab 1.1.2016

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern die Post erhöht regelmäßig kurz nach Weihnachten zum Neujahrestag ihre Gebühren. Neue Argumente lässt sie sich dazu schon längst nicht mehr einfallen, denn jedes Jahr wird auf steigende Kosten und schwierige Markterfordernisse hingewiesen. Wer auf ein Versenden mit der Post im In- oder ins Ausland angewiesen ist, muss daher auch dieses Jahr wieder in den sauren Apfel beißen.

Und dieses Jahr ist der Apfel sogar noch etwas säuerlicher, als in der vorangegangenen Zeit, denn die Portoerhöhungen machen sich weitaus deutlicher bemerkbar. Sie betreffen den Standartbrief im Inland und ins Ausland und wirken sich somit auf jeden privaten Schriftverkehr aus.

Was kostet ein Brief 2016?

Was kostet ein Brief?Wie den meisten bekannt sein dürfte, richten sich die Versandkosten eines Briefes nicht nur nach der Größe, sondern auch nach dem Gewicht. Der Standardbrief weist eine Länge zwischen 14 und 23,5 cm auf und eine Breite zwischen 9 und 12,5 cm. Er wiegt höchstens 20 Gramm und konnte bisher für einen Preis von 62 Cent im Inland verschickt werden. Ab dem ersten Januar 2016 kostet das Versenden eines Standardbriefes im Inland stolze 70 Cent. Laut Post ist diese Preiserhöhung für die nächsten drei Jahre gültig.

Der Kompaktbrief mit einer Länge von 10 bis 23,5 cm, einer Breite von 7 bis 12,5 cm und einem Gewicht bis zu 50 Gramm kann auch im Jahr 2016 zu einem Preis von 85 Cent versendet werden. Allerdings betrifft das nur die klassische Art der Zustellung. Wer ein Einschreiben verschicken möchte, muss auch hier einige Preiserhöhungen in Kauf nehmen.

Auch der Großbrief (Länge zwischen 10 und 35,3 cm, Breite zwischen 7 und 25 cm und Gewicht bis 500 Gramm) hat sich im Inland nicht verteuert. Hingegen müssen Sie für den Maxibrief, der ein Gewicht bis 1000 Gramm aufweisen darf und in der Länge zwischen 10 und 35,3 und der Breite zwischen und 25 cm misst, statt der bisherigen 2,40 Euro ab dem 1. Januar 2016 2,60 Euro für den Versand bezahlen.

Wieviel kostet ein Einschreiben 2016?

Für besonders wichtige Briefe hält die Post einen besonderen Service, das Einschreiben bereit. Doch beim Einschreiben werden nochmals vier unterschiedliche Varianten unterschieden. Bei jedem Einschreiben, das Sie versenden, erhalten Sie einen Einlieferungsbeleg, der mit dem Datum der Abgabe des Einschreibens auf der Post versehen ist. Außerdem ist darauf die Nummer des Einschreibens vermerkt, mit der im Inland via Sendungsverfolgung auf der Website der Post nachvollzogen werden kann, wo sich das Einschreiben gerade befindet.

Das Einschreiben Einwurf ist die günstigste Variante. Wer sich entscheidet, seine wichtige Post auf diese Weise zu versenden, kann sich nicht hundertprozentig sicher sein, dass der Empfänger das Einschreiben auch wirklich erhalten hat, denn der Zusteller wirft es, wie einen Standartbrief in den Briefkasten des Empfängers und bestätigt anschließend durch seine Unterschrift lediglich den Einwurf der Sendung. Diese kostengünstige, vor Gericht übrigens nicht anerkannte Art des Einschreibens erhöht sich ab dem 1. Januar 2016 von 1,80 Euro auf 2,15 Euro.

Das gängige Einschreiben, bei dem der Empfänger oder ein Empfangsbevollmächtigter den Erhalt mit Unterschrift bestätigen muss, wird ebenfalls teurer. Statt der bisherigen 2,15 Euro kostet es ab dem Neuen Jahr 2,50 Euro.

Wer sicher sein möchte, dass der Empfänger die Post persönlich erhält, schließt die Unterschrift des Empfangsbevollmächtigten aus und wählt das Einschreiben Eigenhändig. Auch das wird zum 1.1.2016 teurer. Statt ehemals 3,95 Euro müssen Sie nun 4,65 Euro für diese Versandart bezahlen. Die gleiche Preiserhöhung erfährt das Einschreiben Rückschein, bei dem Sie einen Beleg erhalten, sobald der Empfänger den Erhalt mit seiner Unterschrift bestätigt hat.

Die letzte und zugleich auch teuerste Möglichkeit, wichtige Post abzuschicken, ist das Einschreiben Eigenhändig Rückschein. Diese Sendung wird nur dem Empfänger persönlich ausgehändigt. Er muss den Erhalt mit seiner Unterschrift bestätigen und Sie erhalten anschließend einen Rückschein, auf dem Sie das genaue Datum und die Unterschrift des Empfängers schwarz auf weiß haben. Statt der bisherigen 5,75 Euro müssen Sie dafür ab 2016 6,80 Euro bezahlen.

Überblick Briefporto ab 1.1.2016:

  • Standardbrief: 70 Cent
  • Kompaktbrief: 85 Cent
  • Großbrief: 1,45 Euro
  • Maxibrief: 2,60 Euro
  • Einschreiben Einwurf + 2,15 Euro (zusätzlich zum Briefporto)
  • Einschreiben: + 2,15 Euro (zuusätzlich zum Briefporto)
  • Einschreiben Eigenhändig/Rückschein: + 4,65 Euro (zusätzlich zum Briefporto)
  • Einschreiben Eigenhändig + Rückschein: + 6,80 Euro (zusätzlich zum Briefporto)

Die wichtigsten Preiserhöhungen für internationale Sendungen

Nicht nur für die Post, die innerhalb Deutschlands befördert werden soll, hat sich ab dem 1. Januar 2016 das Porto erhöht, auch Sendungen, die ins Ausland gehen werden teurer. Der Privatmann ist dabei in erster Linie an den Brief- und Paketkosten interessiert. Während die Paketkosten sich nicht erhöhen, steigt das Porto für Briefe und Postkarten ins Ausland von bisherigen 80 Cent ab dem 1.1.2016 auf 90 Cent.

Auch für den Großbrief mit einem Gewicht bis zu 500 Gramm müssen Sie in diesem Jahr statt der bisherigen 3,45 Euro nun 3,70 Euro bezahlen.

Für den Kompaktbrief und den Maxibrief ins Ausland erhöhen sich die Kosten im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr nicht.