Hundertjähriger Kalender – wie wird das Wetter?

Hunderjähriger Kalender – eine alte Methode zur Vorhersage des Wetters. Was ist der hundertjährige Kalender eigentlich? Was sind seine Hintergründe, seine Entstehungsgeschichte und welchen Einfluß hat er auf das Wetter? Diesen Fragen sowie den daraus resultierenden Wetterprognosen für 2013 und 2014 wollen wir uns im Folgenden widmen. Schon seit jeher faszinieren das Wetter, seine Entstehung und der Einfluss von Sonne, Mond und Sterne auf das Wetter den Menschen. Genauso lange versucht der Mensch, das Wetter vorherzusagen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Hundertjähriger Kalender – wie kam es dazu?

Früher, als es die ganzen modernen Forschungsmethoden noch nicht gab, wurde Wissen mündlich weitergegeben. Überlieferung, Tradition und Erzählungen wurden weitergegeben, so auch das “Wissen” über das Wetter, das gerade für die Landbevölkerung der wichtigste Faktor im Leben war. Diese Methode des Überlieferns war aber gerade im Bereich der Wettervorhersage sehr ungenau.

Im Mittelalter, in den Jahren 1652-1658, beobachtete der Abt Dr. Mauritius Knauer in Langheim in Oberfranken tagtäglich das Wetter. In seinem Zisterzienserkloster ließ er sich ein Observatorium einrichten. Knauer glaubte, dass alle Weltgeschicke im Lauf der Sterne festgelegt und zu erkennen seien. Damit, so Knauer, beeinflussen Sterne, Monde und Planeten nicht nur den Menschen, sondern auch Wetter und Klima. Den Einfluss des Wetters auf die Ernten erklärte er damit durch seine astronomischen Beobachtungen, die er mit dem Studium der klassischen Schriften kombinierte. Knauer beschrieb seine Beobachtungen über das Wetter im “Galendarjum Oeconomicum Parcticum Perpetuum”.

hundertjähriger Kalender

Hundertjähriger Kalender – Was ist das?

Auf der Basis des Werks von Knauer entstand der sogenannte Hundertjährige Kalender.
Knauer glaubte, dass seine siebenjährigen exakten Beobachtungen des Wetters ausreichend seien für eine jahrelange Wettervorhersage. Er war der Ansicht, dass sich die Witterungsabläufe entsprechend der Folge der Planeten Mond, Saturn, Jupiter, danach Mars, Sonne, Venus und schließlich Merkur wiederholten.

Christoph von Hellwig aus Thüringen lies schließlich 1704 den ersten Hundertjährigen Kalender drucken. Ursprünglich hatte Knauer seine Planetentafel für die Jahre von 1600-1912 erstellt und berechnet. Von Hellwig aber verkürzte sie auf 100 Jahre, nämlich für den Zeitraum von 1701-1800.

Wie funktioniert die Wettervorhersage mit diesem Kalender?

Der hundertjährige Kalender geht also davon aus, dass das Wetter sich alle sieben Jahre wiederholt. Jedes Jahr ist einem Planeten zugeordnet und all diese Planetenjahre beginnen am 21. März und enden am 20. März des Folgejahres.

Um nun Wettervorhersagen mit dem hundertjährigen Kalender zu bestimmen, muss zunächst festgestellt werden, zu welchem Planetenjahr das betreffende Jahr gehört. Dazu gibt es eine einfache Rechenformel:
Vom betreffenden Jahr (beispielsweise 2012) wird 4 subtrahiert (2008). Dann wird die Zahl durch 7 dividiert (286… Rest 6). Die Restzahl bestimmt das Planetenjahr. Das Jahr 2012 gehört damit zum Planetenjahr Merkur.

Hundertjähriger Kalender 2013 – wie wird das Wetter?

2013 gehört zum sogenannten “Mondjahr” und beginnt in den ersten Monaten des Jahres klirrend kalt. Schnee und Regen wechseln sich ab und im März kommt bis zum Ende des Monats auch noch Sturm dazu. Das Frühjahr startet nass. Mitte April erfrieren die Pflanzen doch schon eine Woche später, bis zum Monatsende, ist es angenehm warm.

Der Mai fängt schön an und steigert sich an Wärme bis zur Mitte des Monats so weit, dass schon von Sommerhitze gesprochen werden kann. Um den 20. herum wartet der Wonnemonat jedoch mit einer plötzlich eintretenden Frostperiode auf. Die Kälte kann 5 Tage andauern. Gegen Monatsende stellt sich wieder warmes, trockenes Wetter ein.

Sowohl der Juni als auch der Juli 2013 fahren ein gemischtes Wetterprogramm. Die Monate beginnen kühl, regnerisch und unbeständig. Sie erholen sich langsam, protzen mit wärmeren Temperaturen und laufen bis zum Monatsende zur Höchstform und sommerlich schwülen Hitzegraden auf. Der August zeigt sich als wahrer Sommermonat, bevor es im September schlagartig kalt wird und schon der erste Frost auftritt.

Der goldene Oktober ist unbeständig und kühl bis frostig, und der November macht seinem Ruf mit Grau-in-grau-Wetter alle Ehre. Regen und Kälte wechseln sich ab. Kalt, wie das Jahr begonnen hat, endet es auch wieder. Anfang Dezember 2013 droht Hochwassergefahr und um den 20. fällt Schnee. Vielleicht bleibt der Schneeteppich bis zum 24. liegen, sodass wieder einmal weiße Weihnachten gefeiert werden können. Kalt genug wäre es.

Hundertjähriger Kalender 2014 – wie wird das Wetter?

2014 wird ein “Saturnjahr”. Leider ist das kein Grund zur Freude. Denn das Saturnjahr zeigt sich kalt und regnerisch. Der Januar beginnt mit Kälte und bringt gegen Ende des Monats heftige Regengüsse, die sich Anfang Februar fortsetzen. Im Faschingsmonat lösen sich Regen, Schnee und ein rauer Wind ab. Der Monat, der nicht weiß, was er will, ist im Jahr 2014 nicht der April, sondern der März.

Auf warme, sonnige Tage folgen Regen und Eis. Der April bietet mit Kälte und Regen dagegen eine ziemlich eindeutige Wetterlage. Erst gegen Monatsende sind warme Tage in Sicht. Der Mai bringt drei Wochen Sommerhitze und auch der Juni 2014 verspricht warme bis schwüle Tage. Im Juli und August wechseln sich Trockenperioden mit starken Regengüssen ab.

Erst im September nehmen die Gewitter überhand und im Oktober muss bereits mit Nachtfrost gerechnet werden. Auf einen eher regnerischen November 2014 folgt am ersten Dezember der erste Schnee, der jedoch bald von Regen abgelöst wird. Der Dezember bringt zwar Kälte und Frost, mit weißen Weihnachten oder Schneefall zum Jahresende ist jedoch nicht zu rechnen.

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